railaxed - HERBST 2019

45 railaxed Herbst 2019 Wie geht es Ihnen bei den Science Busters? Elisabeth Oberzaucher Die Arbeit be- reitet mir besondere Freude! Wissenschaft breitenwirksam zu vermitteln ist sehr beloh- nend. Auch erlebe ich das Arbeitsumfeld als sehr wertschätzend und habe das Glück, mit großartigen Menschen zusammenarbeiten zu können, die sich auch noch allesamt mögen – das ist nicht selbstverständlich. Großartig ist auch, dass unsere Arbeit gemocht wird, was sich darin ausdrückt, dass wir im letzten Jahr nicht nur einen, sondern sogar zwei Preise bekommen haben: erst den Salzbur- ger Stier und dann den Publikumspreis des Österreichischen Kabarettpreises. Wie wichtig ist Humor in der Wissenschaft? Elisabeth Oberzaucher Wissenschaft ist ein langwieriges Geschäft – da macht man Experimente, hantiert mit Zahlen und feilt an Publikationen. Neugier und Freude am Tun sind essenziell, damit man an der Stange bleibt. Daneben spielt Humor aber auch inhaltlich eine wichtige Rolle – er hilft uns dabei, selbstkritisch zu bleiben und uns ständig zu hinterfragen. Nimmt man Wissen- schaft zu ernst, verschließt man sich auch vor Neuerungen. Hat das Interesse an Wissenschaft zugenommen? Elisabeth Oberzaucher Es gab immer schon einzelne Stars, die gefeiert wurden. Was sich vielleicht ändert ist, dass heute junge Wissenschafter und Wissenschafterin- nen vermehrt die Öffentlichkeit suchen, auch aus dem Bedürfnis heraus, in Zeiten von Fake News und Message Control als korrigieren- den Anker die Wissenschaft in die Kommuni- kationswelt einzubringen. Welche wissenschaftlichen Mythen faszinieren Sie am meisten? Elisabeth Oberzaucher Es ist unmöglich, sich da zu beschränken. Die Welt ist für mich Text — Janina Lebiszczak Mit Neugier & Leidenschaft Elisabeth Oberzaucher ist die erste Frau im Team der „Science Busters“, dem Wissenschaftskabarett auf ORF 1. Wir sprachen mit der Verhaltensbiologin über unterhaltsame Wissenschaft und den optimalen Zug. Forsche Frau Die gebürtige Kärntnerin schrieb ihre Diplomar- beit zum Thema „Phytophilie und die positiven Auswirkungen von Grünpflanzen auf die kognitive Leis- tungsfähigkeit“. Heute erforscht sie menschliches Verhalten aus evo- lutionsbiologischer Sicht. Ihre Arbeits- schwerpunkte: Mensch-Umwelt- Interaktionen, Kommunikation und Partnerwahl. oberzaucher.eu © Foto: Paul Worpole

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